Feudalismus global

Selbstverständlich, wir leben nicht mehr im Zeitalter des Feudalismus, in dem zum Beispiel ein Mensch in einen höheren Stand hineingeboren wurde und von Geburt an privilegiert war. Bedenkenswert ist aber, was der Politikwissenschaftler Joseph H. Carens über die Vorzüge sagt, die einem heute allein durch den Ort der Geburt und die entsprechende Staatsbürgerschaft zufallen können: „Als Bürger eines reichen Staates in Europa oder Nordamerika geboren zu werden ist, als wäre man in den Adelsstand hineingeboren worden.“

2 Kommentare zu „Feudalismus global“

  1. Man kann das nur unterstreichen. Aber gerade weil wir in einer privilegierten Situation leben, fällt es uns schwer, dies anzuerkennen und noch schwerer Konsequenzen daraus zu ziehen. Welche auch? Vor etwas über einem Jahr hat mich meine Tochter mit einem Buchgeschenk zum Geburtstag überrascht, das dieses Thema eingehend behandelt: Stephan Lessenich, Neben uns die Sintflut. Wer an dem Themenkreis interessiert ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Die Sintflut ist nicht nach, sondern neben uns, aber sie berührt uns (noch) nicht.

  2. Rainer Herzog sagt:

    Gute Aussage, stimme ich 100%ig zu. Man kann/muss/soll dankbar sein, hier leben zu können.

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