Anthroposophie (13): Geruhsame Nacht, Herr Höcke!

Ich muss gestehen, dass mir sofort einleuchtete, was ich unlängst bei Steiner las: dass der Mensch „eigentlich nur zur Hälfte ein soziales Wesen ist, dass er zur anderen Hälfte ein antisoziales Wesen ist“.

Leider kommt es noch schlimmer. Unglückseligerweise, so Steiner, dominierten gerade im Tagesbewusstsein die antisozialen Impulse – „Nur wenn wir schlafen, stellen wir ein ungeschminktes, richtiges Verhältnis von Mensch zu Mensch her“.

Versöhnlich fand ich aber die Fortsetzung: „dass man gut chauvinistisch national sein kann im Wachen – wenn man in Schlafe ist, wird man gerade unter diejenigen Menschen versetzt, ist man mit denen zusammen, namentlich mit ihrem Volksgeist, die man im Wachen am allermeisten hasst. Dagegen lässt sich schon nichts machen“.

1 Kommentar zu „Anthroposophie (13): Geruhsame Nacht, Herr Höcke!“

  1. Andreas Lichte sagt:

    Steiner im Zusammenhang mit „Rechten“ zu bringen …

    was ist das? noch naiv? oder schon …

    „Zu Besuch im Schulungshaus der Rechten

    Das „Institut für Staatspolitik“ ist eine Ausbildungsstätte der rechtsnationalen Intellektuellen.

    (…)

    In der Bibliothek – wo man mich empfängt – stehen deutsche Klassiker, neben Büchern des Anthroposophen Rudolf Steiner sowie Werke der Vordenker der konservativen Revolution der 1930er-Jahre, wie etwa Ernst Jünger, Armin Mohler oder Edgar Julius Jung – und dessen Band von der „Herrschaft der Minderwertigen“. Grundlagen-Texte und der Theorie-Apparat von Götz Kubitschek

    (…)“

    Quelle: http://www.deutschlandfunkkultur.de/schnellroda-in-sachsen-anhalt-zu-besuch-im-schulungshaus.976.de.html?dram:article_id=352331

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