Momentaufnahme

Alles so still hier. Ist der Kampf vorbei? Auch nichts im Briefkasten. Bin ich noch da? Mir fällt Friedrich Rückert ein: „Ich bin der Welt abhanden gekommen…“ Fühlt sich aber nicht schlecht an.

3 Kommentare zu „Momentaufnahme“

  1. … ist das vielleicht ein „Zwischenraum schmerzloser Existenz“?

    „Und betrachtet man dann den Preis, dem alles dies gilt, das Dasein und das Leben selbst, so findet man einige Zwischenräume schmerzloser Existenz, auf welche sogleich die Langeweile Angriff macht und welche neue Not schnell beendigt.“

    Schopenhauer, „Parerga und Paralipomena“

    ( sorry, Schopenhauer ist nicht gerade der größte Optimist unter der Sonne, ich weiß … )

    • Wolfgang Müller sagt:

      So ein feuriger Misanthrop wie Schopenhauer ist mir doch allemal lieber als die braven Optimisten, die von morgens bis abends „positiv denken“. – Den Angriff der Not erwarte ich ständig, einen Angriff der Langeweile hab ich indes zuletzt mit 13 oder 14 erlebt. Ich schaffe es einfach nicht mehr, mich zu langweilen.

      • … „unterhaltsam“ finde ich auch die Anekdote zu Schopenhauers Pudel:

        lobte er den Pudel, so titulierte er ihn als „Atman“, musste er das Tier schelten, so nannte er es „Mensch“ …

        ( wikipedia: „«Atman» bzw. «Atma» (Sanskrit, n., आत्मन्, ātman, Pali: atta, urspr.: Lebenshauch, Atem) ist ein Begriff aus der indischen Philosophie. Er bezeichnet das individuelle Selbst, die unzerstörbare, ewige Essenz des Geistes und wird häufig als «Seele» übersetzt …“ )

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