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	<title>Raetsels Bewohner</title>
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		<title>Offene Grenzen</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 14:45:44 +0000</pubDate>
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Was ist, neben vielem anderen, das Schöne an Kindern? Dass man sie noch in der Mitte ihrer Existenz erreichen kann; dass ihnen Geschichten, Spiele, Glück und Unglück bis ins Mark gehen. Bei Erwachsenen ist das häufig nicht mehr der Fall. Sie regulieren, meist recht routiniert, ihren Austausch mit der Welt. Oft kann nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Was ist, neben vielem anderen, das Schöne an Kindern? Dass man sie noch in der Mitte ihrer Existenz erreichen kann; dass ihnen Geschichten, Spiele, Glück und Unglück bis ins Mark gehen. Bei Erwachsenen ist das häufig nicht mehr der Fall. Sie regulieren, meist recht routiniert, ihren Austausch mit der Welt. Oft kann nicht mehr viel das Mauerwerk ihres Lebens durchdringen.</p>
<p>Das hat gewiss seine Gründe. Die Mauern bieten Schutz. Wahrscheinlich ist ihre Höhe ganz einfach proportional zum Grad der Übergriffe, die erlebt wurden.</p>
<p>Dennoch: Ein trübes Dasein, das sich damit abfindet; das nicht zumindest die Option im Blick hat, wieder durchlässiger zu werden, die Zollkontrollen abzubauen, und sei es auf ganz eigene Weise, vielleicht höchst vorsichtig, in ganz persönlicher Dosierung. Erwachsen sein heißt doch auch: die Gesetze der eigenen Weltkommunikation frei bestimmen.</p>
<p>Wenn die Plagen der Kindheit und die Abwehrschlachten der jungen Jahre vorbei sind, kann gerade dies ein Entwicklungsziel sein: sich wieder voll verfügbar zu machen, wieder erreichbar zu sein wie ein Kind, sich zu erinnern: Es steht, auch jetzt noch, immer alles zur Disposition. – Am Ende gilt ohnehin: Es gibt Mauern, aber es gibt keinen Schutz.</p>
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		<title>Traum der Steine</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 14:42:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es gibt ein seltsames Gesetz in der Welt: Je komplexer etwas ist, desto instabiler ist es. Ein Stein ist wunderbar stabil, kann jedenfalls Jahrhunderte und Jahrtausende mit ein paar Kratzern überstehen. Alles Leben dagegen, in seiner herrlichen Differenziertheit, ist höchst gefährdet. Es kann sich nur unter definierten Bedingungen halten, und auch dann nur auf Zeit, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt ein seltsames Gesetz in der Welt: Je komplexer etwas ist, desto instabiler ist es. Ein Stein ist wunderbar stabil, kann jedenfalls Jahrhunderte und Jahrtausende mit ein paar Kratzern überstehen. Alles Leben dagegen, in seiner herrlichen Differenziertheit, ist höchst gefährdet. Es kann sich nur unter definierten Bedingungen halten, und auch dann nur auf Zeit, und es gravitiert am Ende ins Anorganische zurück. Es ist nur Übergang und Episode, als ob die Steine es nur träumten.</p>
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		<title>Gartenkunst</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 14:40:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ihr Geheimnis liegt in einer Balance von Gestalten und Gewährenlassen. Sie beruht auf einem Dialog zwischen Mensch und Natur, nicht auf deren Unterwerfung. Man pflanzt etwas – und lässt ihm seine eigenen Wege. Es rankt sich in einer Schönheit jenseits der Berechnung. Manche Parallele zur Erziehung.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr Geheimnis liegt in einer Balance von Gestalten und Gewährenlassen. Sie beruht auf einem Dialog zwischen Mensch und Natur, nicht auf deren Unterwerfung. Man pflanzt etwas – und lässt ihm seine eigenen Wege. Es rankt sich in einer Schönheit jenseits der Berechnung. Manche Parallele zur Erziehung.</p>
]]></content:encoded>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 14:35:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<font size=“+2“>  <p>   Niemand ist gegen Irrtümer gefeit, das Große ist, aus ihnen zu lernen.
.<p>                  
<i> Karl Popper </i>      </font>   &#160;             &#160;             &#160;             &#160;             &#160;             &#160;                 <a href="http://www.raetsels-bewohner.de/category/fundstuecke/">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Niemand ist gegen Irrtümer gefeit, das Große ist, aus ihnen zu lernen.</p>
<p><em>Karl Popper</em></p>
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		<title></title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 14:33:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<font size=“+2“>  <p>   Es ist ein großer Eigensinn, der Eigensinn, der dem Menschen Ehre macht, nichts in der Gesinnung anerkennen zu wollen, was nicht durch den Gedanken gerechtfertigt ist...
.<p>                  
<i> Georg Wilhelm Friedrich Hegel </i>      </font>   &#160;             &#160;             &#160;             &#160;             &#160;             &#160;                 <a href="http://www.raetsels-bewohner.de/category/fundstuecke/">mehr</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein großer Eigensinn, der Eigensinn, der dem Menschen Ehre macht, nichts in der Gesinnung anerkennen zu wollen, was nicht durch den Gedanken gerechtfertigt ist – und dieser Eigensinn ist das Charakteristische der neueren Zeit.</p>
<p><em>Georg Wilhelm Friedrich Hegel</em></p>
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		<title>Und doch</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 14:26:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die kraftvollste Forschung mündet am Ende in süßeste Resignation, in süßeste Hinnahme unserer schwachen Möglichkeiten.
Mir scheint jedenfalls, dass diejenigen, die mehr erwarten, nicht die Größe der Fragen begriffen haben. Die Welt ist so tief, so unerforschlich, so verstandesübersteigend, dass menschliche Erkenntnis gewiss in vielen Bereichen ein Stück vorrücken kann und schon bedeutende Stücke vorgerückt ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die kraftvollste Forschung mündet am Ende in süßeste Resignation, in süßeste Hinnahme unserer schwachen Möglichkeiten.</p>
<p>Mir scheint jedenfalls, dass diejenigen, die mehr erwarten, nicht die Größe der Fragen begriffen haben. Die Welt ist so tief, so unerforschlich, so verstandesübersteigend, dass menschliche Erkenntnis gewiss in vielen Bereichen ein Stück vorrücken kann und schon bedeutende Stücke vorgerückt ist – und doch dabei, so fürchte ich, nur an den Schalen der Geheimnisse kratzt.</p>
<p>Die Resignation aber gewinnt ihre Süße gerade aus der Kraft, die gegen sie anging. Erst aus der Unbescheidenheit wächst die Bescheidung.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Mentale Meteorologie</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 14:23:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer verhindert hier eigentlich ständig, dass die Dinge sich ganz frei entfalten, dass die Gedanken sich in klarer Luft bewegen, dass der Wind weht, wo er will? Und an wem liegt es, dass die ganze Atmosphäre ein wenig steif und befangen ist?
Hmm, ich glaube das bin ich.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer verhindert hier eigentlich ständig, dass die Dinge sich ganz frei entfalten, dass die Gedanken sich in klarer Luft bewegen, dass der Wind weht, wo er will? Und an wem liegt es, dass die ganze Atmosphäre ein wenig steif und befangen ist?</p>
<p>Hmm, ich glaube das bin ich.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sehnsucht</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 14:21:07 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich muss unbedingt mal wieder auf einen Berg steigen. Ich muss unbedingt mal wieder über 2000 Meter sein. Ich muss dieses kurze Gras sehen und die Felsen, um die sich keiner kümmert. Ich muss, als Freund der Bäume, unbedingt mal wieder dorthin, wo sich Bäume nicht mehr halten können.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss unbedingt mal wieder auf einen Berg steigen. Ich muss unbedingt mal wieder über 2000 Meter sein. Ich muss dieses kurze Gras sehen und die Felsen, um die sich keiner kümmert. Ich muss, als Freund der Bäume, unbedingt mal wieder dorthin, wo sich Bäume nicht mehr halten können.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Das hessische Bergland aus dem Zugfenster</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 14:19:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wie schön sie das alles machen, die Deutschen! Wie Straße und Schiene geschwisterlich durch die Landschaft laufen. Wie makellos die Felder, wie häkeldeckenschön sich die Furchen über die Hügel ziehen. Ja, der Deutsche kann Traktor fahren! – Wie sich ein Bach dort unten durchs Tal schlängelt! Welch ordentliche Form des Schlängelns. So lasse ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie schön sie das alles machen, die Deutschen! Wie Straße und Schiene geschwisterlich durch die Landschaft laufen. Wie makellos die Felder, wie häkeldeckenschön sich die Furchen über die Hügel ziehen. Ja, der Deutsche kann Traktor fahren! – Wie sich ein Bach dort unten durchs Tal schlängelt! Welch ordentliche Form des Schlängelns. So lasse ich mir das Schlängeln gefallen. Der Vorteil an Bächen ist auch, dass sie sogar Weltkriege überstehen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bei Betrachten einiger Bilder von Neo Rauch</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 10:23:55 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Menschen, die wie weggetreten wirken, abwesend, in Unergründliches versunken, beschäftigt mit unbekannten Aufgaben. Gerade dadurch sind sie gut getroffen. Die Abwesenheit ist, über weite Strecken, die Art unserer Präsenz.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die wie weggetreten wirken, abwesend, in Unergründliches versunken, beschäftigt mit unbekannten Aufgaben. Gerade dadurch sind sie gut getroffen. Die Abwesenheit ist, über weite Strecken, die Art unserer Präsenz.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.raetsels-bewohner.de/2012/04/02/bei-betrachten-einiger-bilder-von-neo-rauch/feed/</wfw:commentRss>
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