Wer

Wolfgang Müller, der hinter dieser Website steckt, wurde 1957 in Heidelberg geboren und ist nicht weit von dort, in Speyer am Rhein aufgewachsen. Er hat in Heidelberg und Hamburg Geschichte und Germanistik studiert. Anschließend freiberufliche Tätigkeit als Journalist und Lektor, seit 1989 Redakteur beim Norddeutschen Rundfunk. Er ist Autor des Buches „Inseln der Zukunft. Menschliche Entwicklung in Zeiten der Globalisierung“ (Leseprobe unter: www.arbor-verlag.de/buch/inseln-der-zukunft). Müller ist verheiratet und hat zwei Kinder, die ihm inzwischen über den Kopf gewachsen sind.

Seine Geschichte könnte man aber auch so erzählen:
Als Kind hat er sich langsam ins Leben hineingeträumt, wuchs mit einigen Geschwistern und ohne große Dramen in einem jener Neubaugebiete auf, in denen außer dem Gurren der Tauben nicht viel zu hören ist. Nach dem Übergang aufs Gymnasium kam er schulisch schwer unter die Räder und hat sich erst mit 14 oder 15 leidlich „gefangen“.
In dieser Zeit gab es dann wohl eine innere Weichenstellung: Statt zu zerbrechen oder aufzugeben, hat er die Regeln der Welt gelernt, was das Leben beträchtlich erleichtert. Auf einmal entwickelte er auch so genannte Interessen, vor allem einen Hang zur Philosophie. Er las Spinoza und Kant, mit großer Liebe und mäßigem Verständnis, hat sonst indes so gut wie alles verpasst. Vielleicht hat er auch, eben durch jene Anpassungen, die Sicherheit des eigenen Weges verloren. Jedenfalls studierte er anschließend erst in die eine, dann in eine andere Richtung und erlebte im Zivildienst, wie die Welt für Leute aussieht, die vollends aus dem Gleichgewicht geraten.
Dass er sich jemals in eines der beruflichen Gefäße fügen könnte, die die Gesellschaft bereit hält, schien ihm damals unvorstellbar und im Grunde verachtenswert. Er hat aber, nach eher ärmlichen Jahren, doch einen Vorstoß in diese Richtung unternommen. Manchmal scheint ihm, dass sein Leben darin besteht, sich aus Systemen, in die er sich mit großem Einsatz hineingearbeitet hat, mit doppeltem Einsatz wieder zu befreien. Nach seiner Schleife durch die Welt wäre es ihm eigentlich genug, sich in einer gewissen inneren Einfachheit wieder aus dem Leben hinauszuträumen.